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Nadelöhr der Bahntrasse im Spessart soll endlich beseitigt werden

Seit vielen Jahren gefordert und immer wieder in der Diskussion soll im Rahmen eines Großbauvorhabens der Deutschen Bahn das vorhandene Nadelöhr im Spessart der „Schwarzkopftunnel“ durch eine ca. sieben Kilometer lange zweigleisige Neubaustrecke um fahren werden. Auf der Strecke Würzburg – Aschaffenburg wird damit der Engpass zwischen Laufach und Heigenbrücken beseitigt und eine Beschleunigung des Bahnverkehrs ermöglicht. Der 1854 in Betrieb genommene 925 lange Schwarzkopftunnel durchbricht auf der Höhe von Heigenbrücken den Bergrücken des „Pollasch“. Nach Fertigstellung der neuen Strecke, mit der der Tunnel umfahren wird, dieser überflüssig und soll dann verfüllt werden. Ein Stück Eisenbahnnostalgie wird verschwinden, wenn viele Jahre D-Züge und vor allem schwere Güterzüge von Hanau kommend in Laufach eine Schublokomotive bis vor den Schwarzkopftunnel in Heigenbrücken erhielten und damit die Züge ohne Probleme die vorhandene Steigung ohne Zeitverlust schafften. Der Tunnel war aber auch eine erkennbare Wetterscheide. So fuhr man von Würzburg kommend im Nebel aus dem Maintal und dem Spessart bis Heigenbrücken vor dem Tunnel im dichten Nebel, aber auf der Aschaffenburger Seite angekommen, konnte das Wetter sich mit Sonnenschein zeigen – der Nebel war verschwunden. Dies war eine Auswirkung der Großwetterlage der Rheinebene, die sich bis zum Pollasch auswirkte.

Eine Finanzierungsvereinbarung zwischen dem Bundesfinanzministerium und der Deutschen Bahn AG wurde bereits im Dezember 2011 unterzeichnet. Ab diesem Jahr sollen rund 215 Millionen Euro für das Großbauprojekt eingesetzt werden. Die Fertigstellung des Bauvorhabens soll bis 2017 erfolgen

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